Kinderhilfe Afghanistan

Afghanistan

Für "Das Parlament"

rezensiert Hans Joachim Werbke

das Buch "Tee mit dem Teufel" von Dr. Reinhard Erös

Als deutscher Arzt in Afghanistan

Dazu gehört schon was - den grauen Rock des Oberfeldarzte der Bundeswehr auszuziehen und sich als Mensch unter Menschen zu bewegen, genauer: sich als einer des Komitees "Ärzte für die Dritte Welt" zu verdingen und in Afghanistan die "Gotteskrieger" der Mudschaheddins gegen die sowjetischen Unterdrücker in aller Heimlichkeit, sprich: illegal, medizinisch zu versorgen. Reinhard Erös hatte schon als Medizinstudent in einer Buschklinik in Tansania famuliert. Abenteuer liegt ihm im Blut. Als ausgebildeter Militärarzt begeisterte er sich mit seiner jungen Familie in der Wildnis Kanadas. Aber die Verantwortung des Arztes nahm schließlich überhand. Und da er auch in Kalkutta bei Mutter Teresa hospitiert hatte, wurde ihm sein Lebenssinn offen bar. Menschen in Not wollte er helfen und das Wort von der Nächstenliebe Tat werden lassen.
Vom pakistanischen Peshawar aus half er zunächst Frauen und Kindern in den afghanischen Lagern und dann in Afghanistan selbst im nicht von den Sowjets besetzten Gebiet. Als die Russen vertrieben waren, gründeten er und seine Frau Mädchenschulen und bewahrten sie mit List und Tücke vor den Taliban und dem Terror. Sein dreijähriger Sohn Trutz wurde Opfer des entsagungsvollen Lebens. Ihm "und seinen großen und kleinen afghanischen Freunden, die alle das Leben liebten" ist denn auch Erös' Buch gewidmet, das mit seinen ernsten, bitteren, aber auch heiteren Episode ein Dokument wahrer Menschlichkeit ist.

                                                                                                                                                        

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